Lebensschule

Lebensschule

Die Schule, durch die mich das Leben geführt hat, sind meine prägenden Erfahrungen – und die Basis, auf der ich meinen Entwicklungsweg durch verschiedene Ausbildungen vertieft habe.

Ich bin 1971 im Landkreis Lüchow-Dannenberg geboren. Ich war schon immer sehr naturverbunden und hatte das große Glück, in dieser schönen Umgebung aufzuwachsen. Ich war gern kreativ, begann eine Keramikerlehre und wollte unbedingt Bildende Kunst studieren. Dann wurde ich schwanger – ich sollte zuerst andere Wege gehen. Fünf weitere Kinder durfte ich in den folgenden elf Jahren zur Welt bringen. Als besonderes Geschenk erlebte ich die drei Geburten, die zuhause stattfinden konnten. Geburten sind Wunder wo sich Himmel und Erde berühren. Ich durfte erfahren, wie dicht Leben und Tod zusammengehören – ohne das eine könnte das andere nicht sein.

Mein bewusster Forschungs- und Entwicklungsweg begann nach dem Tod meines zweiten Kindes 1994. Es starb in der 20. Schwangerschaftswoche und ich musste es im Krankenhaus auf der Gynäkologie zur Welt bringen. Nach der damaligen Gesetzeslage durfte ich es nicht beerdigen und es wurde wie Abfall entsorgt. In dieser Extremsituation machte ich mich auf den Weg. Ich brauchte einen Ort für mein geliebtes Kind – zudem hatte ich bereits ein Kind, das viele Fragen stellte. Also nahmen wir den hellsten Stern am Himmel für das Geschwisterchen. Mit Macht drängte sich mir die Frage auf, wo die Seele nach dem Tod hingeht – und wie die Seele in den Körper hineingelangt. Und viele Fragen nach dem Warum und Wozu. So ging ich auf eine Forschungsreise, die an den Wurzeln unserer geistigen und spirituellen Kultur ansetzt. Menschen hatten sich bereits vor tausenden von Jahren mit diesen existenziellen Fragen beschäftigt und wertvolle Antworten gefunden. Die wollte ich erschließen – für mich und für andere. Ich sammelte altes Wissen für neue Wege und tue das bis heute mit großer Begeisterung.

Dabei gab mir das Leben auch manche Lektion auf, in der mir nur das Vertrauen blieb – in das Gehaltenwerden vom Großen Ganzen. So steht die Geburt meines sechsten Kindes exemplarisch für viele solcher Momente in meinem Leben. Geplant war wieder eine Hausgeburt, doch es kam anders. Ich spürte intuitiv, dass das Kind in Gefahr war und einen Notkaiserschnitt brauchte. Glücklicherweise wurde dies weder von meiner Hebamme noch im Krankenhaus hinterfragt, man hat meinem Empfinden vertraut, das ich in der Situation gar nicht rational begründen konnte. Als das Kind herausgeholt wurde, war es vor Sauerstoffmangel bereits blau angelaufen. Es hätte eine natürliche Geburt nicht überlebt. Heute, nach zwanzig Jahren Forschungsarbeit, glaube ich zu wissen, dass alles, was uns im Leben widerfährt, zur Weiterentwicklung dient und das Große Ganze in viel größeren Kreisen „denkt“ als wir Menschen. Wir wissen mehr, als unser Verstand erahnen kann. Gefühle sind die Sprache, die Bewusstsein und Unterbewusstsein verstehen und somit verbinden. Gefühle sind richtungsweisend.

Machen Sie Ihr Unterbewusstsein mit seiner Bild- und Gefühlssprache zu ihrem Freund/ Ihrer Freundin. Wir sind auf der Welt, um Gefühle zu fühlen und jeder hat ein Recht darauf.